Unser Potential  

Es gibt aber noch einen anderen Versuch zur Beantwortung der Fragen nach dem Warum.

Wir bekommen nur die Schwierigkeiten und Probleme im Leben, die wir tragen und bewältigen können, mit dem Potential, welches wir in uns haben.

Auch eine Sichtweise. Eine mehr Aktive. Wir sind nicht mehr nur «Opfer».

Alles Negative was uns widerfährt, bringt uns dazu, unser Potential zu entdecken und zu entwickeln. Und unser Potential ist grösser als wir glauben.

Es ist eine nie versiegende Quelle, die uns immer wieder Kraft gibt, weiter zu machen. Mit den Schwierigkeiten fertig zu werden, nicht aufzugeben.

Unser Potential macht uns aus. Es gibt uns Kraft, formt uns und macht uns zu dem Individuum, das wir sind.

Um uns ganz zu entfalten, müssen wir unser Potential finden. Dahin zu gelangen, bedeutet Mut und Arbeit. Es schlummert und lodert tief in uns und um es zu erwecken bzw. zu entfachen, braucht es Geduld und Willen. Auch dann, wenn es brennt, müssen wir achtsam im ihm umgehen, weil wir uns leicht die Finger daran verbrennen können, wenn wir es unvorsichtig nutzen.

Unser Potential kann sehr machtvoll sein.

Halten wir uns noch einmal beide Ansatzpunkte für die Beantwortung der Fragen nach dem «warum» vor Augen.

Karma: passiv, Opferhaltung, keine Verantwortung übernehmen und vergangenheitsorientiert.

Potential: aktiv, man wird zum «Täter», übernimmt Verantwortung und ist zukunftsorientiert.

Es kann jeder selbst entscheiden, was für ihn richtig ist.

Dies in Abhängigkeit von seinen Grundwerten und Einstellungen, seinem Charakter und seinen Wertvorstellungen.

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Verantwortung übernehmen

Verantwortung zu übernehmen, heisst mutig sein.
Man ist verantwortlich für seine Handlungen, Worte und auch für seine Gedanken. Diese kann man nicht abgeben oder verneinen. Es ist leicht, die Schuld für seine Aktionen und Reaktionen, anderen anzulasten. « Du hast mich nicht mehr geliebt», « Die Anderen haben mich überfordert»….
Es gibt so viele Beispiele von so vielen Entschuldigungen, Ausreden und Beschuldigungen. Jeder hat sein eigenes Muster, um sich aus der eigenen Verantwortung zu stehlen. Aber, die Handlungen und Worte bleiben. Genauso wie die Verletzungen, die man den Beschuldigten antut.

Es gibt viele gute und schlechte Sprüche:

«Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück»

« Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu»

« Sei vorsichtig, was Du Dir wünscht, Du könntest es bekommen»

Um nur einige zu nennen. Es geht aber immer um das Gleiche.

Zu dem stehen, was man macht und sagt und, mit den Konsequenzen leben. Denn es gibt für jede Handlung Konsequenzen.  Wir kommen wieder zum Karma.

Entweder wir spüren die Reaktionen unseres Handelns noch in diesem Leben oder in der Zukunft.
Damit schliesst sich der Kreis zum Karma und der Verantwortung im Jetzt. Um das «schlechte» Karma und die Frage «Warum passiert mir so etwas» zu minimieren, -vermeiden können wir es nicht ganz, – sollten wir uns gut überlegen, wie wir handeln und sprechen.

Unsere Handlungen kommen immer auf eine Art und Weise wieder zurück. Das Gute wie auch das Schlechte. Oft auf Wegen, die wir uns nicht vorstellen können.

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Karma?   «Warum passiert mir so etwas?»

Der Ausgangspunkt war die Frage « Warum passiert mir so etwas?»

Dabei geht der Versuch eine Antwort zu finden, in unterschiedliche Richtungen. Eine mögliche Antwort ist der Hinweis auf das Karma. Das würde aber bedeuten, dass wir in irgendeinem früheren Leben, etwas getan haben, wofür wir jetzt «bestraft» werden, in dem uns etwas Schlechtes widerfährt.

Interessanterweise stellen wir immer nur die Fragen nach dem «warum», wenn es uns nicht gut geht oder uns etwas Negatives passiert. Geht es uns gut, kommen wir nicht auf die Idee nach dem «warum» zu fragen, sondern geniessen und nehmen es als selbstverständlich hin.

Kommen wir wieder zurück zum Karma.

Erst einmal kann uns keiner mit Sicherheit sagen, was in früheren Leben passiert ist, bzw. wie wir gehandelt haben. Es sind Annahmen, Einbildungen oder Informationen, die wir erhalten, ohne, dass sie verifizieren werden können.

Die Verantwortung für unsere jetzige Situation verlagern wir in die Vergangenheit. Und für dies können wir nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden.

Und das Jetzt resultiert aus der Vergangenheit. Somit haben wir unsere jetzige Lage nicht selbst gewählt bzw. kreiert, sondern sind ein «Opfer» dessen.

Wir haben keine Schuld, sondern etwas bzw. jemand anderes, und wir müssen es jetzt nur «ausbaden».

Aber so einfach ist es nicht.

Diese passive Rolle entbindet uns nicht aus unserer Verantwortung.   

Stellen wir uns nur einmal vor, jeder würde so handeln. Nur an sich und nicht an die anderen denken. Dann wäre ein Zusammenleben nicht möglich.

Unsere Gesellschaft fusst auf dem Miteinander. Auf Rücksicht und Empathie.

Auch das Karma, das gute Karma, beruht darauf.

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Anerkennung nicht durch die Macht als Beispiel, sondern durch die Macht des Beispiels

Es geht nur um ein Wort, aber dies macht den Unterschied.

Einen gravierenden Unterschied.

Über andere, kraft des Amtes, des Vermögens oder des Egos und der Überzeugung von sich zu bestimmen umso die eigene Meinung und den eigenen Willen zu vermitteln, ist nur kurzfristig erfolgreich. Der Adressat wird überfahren, unterdrückt und unwissend als Marionette, als Werkzeug benutzt.

Diese Macht Ausübung, hat nichts mit Mitbestimmung, Demokratie, Augenhöhe und Verständnis für den anderen zu tun.

Aber was ist dagegen mit der Macht des Beispiels?

Wie heisst es so schön: « Mit gutem Beispiel voran gehen».

Zeigen, dass man selbst so handelt, so lebt, wie man es propagiert. Dies ist der schwierigere Teil. Nicht nur reden, sondern handeln.

Darin zeigt sich der eigentliche Meister der Macht. Nicht «Wasser predigen und Wein trinken».

Wahre Anerkennung und Achtung erhält nur der, der auch, wenn es nicht einfach und unbequem ist, beispielhaft vorlebt, von dem er spricht und was er von anderen verlangt bzw. von was er andere überzeugen möchte.

Es gibt genügend Beispiele von Menschen, welche die Macht ausgenutzt haben und von denjenigen, die das Beispiel vorlebten.

Ersteres ist eher negativ besetzt mit Kriegstreibern, Demagogen und autoritär handelnden Personen.

Aber diejenigen, die mit ihrem Beispiel vorangingen, verbindet man eher Menschen wie Gandhi, Mandela, Martin Luther King usw.
Menschen, die jetzt noch grosse Verehrung und Anerkennung geniessen und als hervorstehendes Beispiel genannt werden.

Es ist nur ein Wort und die damit definierte Handlung, die den Unterschied macht.

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Die Falle von aussen gesehen

Doch wie ist es ausserhalb der Falle? Bekannt unbekannt.

Wir haben es zwar durch die Stäbe gesehen, aber es nicht erfahren. Und nun sind wir draussen. Gewollt oder ungewollt. Aber wir sind auf der anderen Seite. Wie zurechtfinden?

Wohin wenden? Wo sind die gewohnten Wege? Was gibt uns die vermeintliche Sicherheit? Und, wo ist der Käse?

Manchmal geht der Blick sehnsuchtsvoll zurück durch die Stäbe in den Käfig. Zurückgehen? Draussen bleiben? Das Unbekannte entdecken?

Schritt für Schritt trauen wir uns weiter und merken, dass draussen Neues auf uns wartet, entdeckt zu werden. In jeder Richtung gibt es Überraschungen. Viele gute, manchmal negative, aber neue. Wir können selbst entscheiden, wohin wir uns wenden und wie weit wir gehen wollen.

Dort sind keine Stäbe, die uns begrenzen, nur die Stäbe, die wir uns selbst setzen und diese können wir jeden Tag neu installieren, bis wir sie nicht mehr benötigen.

Am Anfang sind sie noch hilfreich, weil gewohnt, aber mit der Zeit ist alles viel spannender ohne sie. Irgendwann sind wir so mutig, dass wir den Schlüssel für die Falle in hohem Boden hineinwerfen. Dann sind wir frei, weil es kein zurück mehr gibt.

Und das Wichtigste. Überall auf unseren Entdeckungen finden wir Käse und wir können soviel davon nehmen, wie wir wollen.

Draussen ist unser eigenes Leben.

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Die Falle I

Wir sitzen in der Falle und es ist ok, weil wir diesen Ort nur zu gut kennen. Ausserhalb wäre alle neu und unbekannt. Drinnen gibt es den Käse und dort wollen wir bleiben. Auch wenn er uns das Leben kosten kann.

Irgendwann, durch irgendeinen Umstand, erkennen wir, dass wir in der Falle sitzen. Lange nicht realisiert und nicht wahrgenommen. Wie auch. Wir sitzen drinnen, der Käse ganz in unserer Nähe und wir sehen durch die Stäbe nah «draussen». Nehmen die Falle, den Käfig, gar nicht wahr. Es ist so gewohnt. Die schützenden Stäbe geben uns Sicherheit. Aber wir bemerken nicht, dass die Sicherheit nur eine Falle ist.

Ausserdem ist da noch der Käse, der uns, wenn wir vorsichtig daran knabbern, nährt. Gerade genug, um zufrieden zu sein. Aber nur nicht mehr wollen. Dann «schnappt die Falle zu» und es geht uns an den Kragen. Solange wir nicht zu viel wollen, ist alles gut.

Zumindest in dem Käfig. Draussen sieht es anders aus.

Das wissen wir. Aber was erwartet uns draussen? Wir können es durch die Stäbe sehen. Keine Begrenzung, Freiheit, keine gewohnte Umgebung und, kein Käse. Zumindest auf den ersten Blick nicht sichtbar. Wovon sollen wir leben? Was nährt uns? Wo sind die gewohnten Grenzen und Beschränkungen?

Können wir dort überleben? Ohne «Käse»? Wohin sollen wir uns wenden? Wie weit können wir gehen? Was passiert dort, wo wir den Weg nicht mehr sehen, danach….?

Drinnen ist es trotz allem schon ok. Da wissen wir, was wir haben. Und, was wir nicht haben.

Es ist nie zu spät, die Tür zu öffnen. Käse oder nicht…..

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Die Kette mit den bunten Perlen II

Alles gehört zusammen. Alles baut aufeinander auf. Es ist eine nicht endende, immer weiterführende Verbindung. Gestern ist heute ist morgen.

Schon unsere Geburt ist nicht unser Anfang. Wir sind ein bewusst – und sichtbar gewordener Teil einer unendlichen, übergeordneten Kette.

Auch wenn wir denken, mit uns beginnt etwas Neues. Auf die Unendlichkeit betrachtet, ist das eine Illusion. Die Verbindung bleibt immer bestehen. Die Kette kann nicht reissen. Wir können nur den Verschluss unserer Kette öffnen und uns mit dem Ganzen verbinden. So sind wir Teil eines nicht endenden Bandes, welches wir teilweise mitgestalten dürfen und wir haben die Verpflichtung, verantwortlich mit der Kette umzugehen.

Alles was war, nehmen wir ins Jetzt und in die Zukunft mit.

In unserem Leben sind wir der wichtigste Teil des Ganzen und wir geben die Verantwortung an die Nächsten weiter. Nur wir können unseren Teil gestalten und den Nachfolgenden die Möglichkeit geben, unseren farbigen Perlen nachzuspüren und die Kette ihrerseits weiter zu führen. Für die Nächsten zeigen unsere Farben einen Weg.

Eine schöne Vorstellung, von den Grosseltern und Eltern eine bunte Kette zu erhalten und diese weiterführen zu dürfen.

Ich sehe die imaginäre Kette meine Vorfahren vor meinem geistigen Auge.

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Die Kette mit bunten Perlen I

Stellen wir uns vor, unser Leben ist wie eine Kette mit einem Verschluss, der Anfang und Ende zu einem geschlossenen Kreis verbindet.

Am Tag unserer Geburt taucht sofort die erste farbige Perle an der Kette auf. Und im Laufe unseres Lebens, reihen sich noch viele bunte Perlen aneinander. Einige davon sind heller, glänzender, scheinender und andere dunkler, trüb und matt. Je nach Emotion, Situation oder Stimmung. Wir können selbst entscheiden. Die Perlen zeigen unser Leben.

Stellen wir uns vor, wir bekommen zu unserer Geburt einen Kasten mit ganz vielen bunten Perlen und einem langen Faden geschenkt. Zuerst wählen noch die Eltern die Farben. Aber später können wir selbst entscheiden. Dabei ist es spannend, welche Farbe wir für welche Emotion, Situation wählen.

Später dann, wenn die Kette schon eine schöne Länge hat, können wir sehen, wie, und ob wir auf persönlicher Ebene «gelernt « haben und «gewachsen» sind. Die Farben lügen nicht. Sie sind wie ein Tagebuch. Ein Perlenbuch.

Und, zusätzlich zu den Perlen können noch andere Dinge, die uns wichtig sind und die bestimmte Situationen für uns definieren, auf die Schnur aufgezogen werden, um sie zu vervollständigen. Wie spannend ist das.

Die Vorstellung, wir sind diese Lebenskette.

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Verluste und Niederlagen zeigen, wieviel Freude man am Erfolg haben kann

Verluste und Niederlagen verfolgen uns das ganze Leben. Menschliche Enttäuschungen, Vertrauensmissbrauch, Absagen, Tod usw.

Dies und vieles mehr, haben wir alle erlebt und es wird uns weiterhin widerfahren.

Zum Glück. Allem Schmerz und aller Enttäuschung zum Trotz.

Denn wie, ohne diese, können wir Erfolge, wirkliche Freundschaften und Anerkennung schätzen? Ohne sie wäre das Leben auf die Dauer langweilig und emotionslos. Man gewöhnt sich an die schönen Dinge und nach einer Weile sieht uns schätzt man sie nicht mehr so, wie sie es eigentlich verdienen. Der Mensch stumpft sogar dem Schönen gegenüber ab. Bzw. es muss dann immer mehr sein. Und dies ist ungesund. Es gibt nicht immer mehr….

Wir brauchen beide Seiten. Tag und Nacht, Regen und Sonnenschein, ja und nein. Niederlagen und Enttäuschungen prägen uns genauso wie Erfolge. Sie machen uns resilient und geben uns Kraft, um unser Leben mutig und hoffnungsvoll zu leben.

Sie geben uns die Gewissheit: «Ich schaffe das und es wird wieder besser».

Und, wenn sich der Erfolg und die Zufriedenheit wiedereinstellt, dann spürt man die innere Freude und Befriedigung.

Wenn wir das nächste Mal Enttäuschungen und Niederlagen erfahren, seinen wir auch ein bisschen dankbar. Sie sind der Weg zur richtigen Freude.

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Die Wand II

Ich bin erstaunt über die Reaktionen zu dem Beitrag «Die Wand». Anscheinend stehe ich nicht allein davor. Jeder geht anders mit dieser Herausforderung um.

Es war schwer, nichts zu tun. Abzuwarten. Nicht in die Handlung zu gehen, irgendetwas zu wollen, zu erzwingen.

Abstand nehmen, in Ruhe auf der Bank sitzen und vertrauensvoll abwarten was passiert. Mit der Bitte, dass das Richtige passiert, dass die «Wand» durchlässiger wird und den Zugang zu sich selbst frei gibt.

Vielleicht ist es bei jedem etwas anderes, was ihn von sich selbst trennt. Ein Fluss, ein hoher Berg, ein Meer. Das kann jeder für sich allein herausfinden. Aber diese Hindernisse zu überwinden, ist nur mit Demut, Geduld und Vertrauen möglich. Alles andere ist erzwungen.
Und… Es funktioniert.

Meine Wand ist nicht mehr so hoch und unüberwindbar. Ich kann schon drüber hinweg steigen. Mich dann mit mir verbinden. Stark sein. Weil ich dann weiss, wer ich wirklich bin und nicht mehr, was ich glaube sein zu müssen.

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