Leben mit leichtem Gepäck

Seit unserer Jugend tragen wir emotionalen Ballast mit uns herum und je älter wir werden, desto mehr wird es. Zuerst beladen wir uns unbewusst und später dann, bewusst. Meist können aber nichts dagegen tun, uns nicht dagegen wehren. Es ist wie eine alte Gewohnheit. Wir wissen ja, wie es funktioniert und gehen immer wieder in den alten Trott. Wir wissen, wo und wie wir unsere Verletzungen «einschliessen « können, um sie nicht mehr zu spüren und, die Dauer, in der die Verletzung schmerzt, wird auch immer kürzer. Ganz schnell hinter sich lassen, nicht mehr daran denken und hin fühlen und, weiter geht es.

Wir haben viele Schubladen, jeweils mit grossen Schlüsseln. Unser emotionaler Ballast, unsere Verletzungen sind dort «sicher». Sei bleiben dort.

Vielleicht entscheiden wir uns aber irgendwann später, mit «leichtem Gepäck zu reisen». Dafür müssen wir uns entscheiden, was wir loslassen wollen, nicht mehr brauchen.

Also los. Was packen wir wieder aus? Wir schauen uns jedes Stück an und entscheiden. Notwendig oder nicht. « Könnte ich es noch brauchen oder gebe ich es weg»?

Und dies ist kein leichter Prozess. Sich von etwas zu trennen, was schon lange zu uns gehört, ist wie einen Kleiderschrank räumen. Notwendig ist nur wenig. Nur das Essentielle, was uns wirklich ausmacht.

Unser Handgepäck.

 

Annettemueller.ch
orgam.org

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